Albert-Schweitzer-Schule - Rheinbach
Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen
 
 
 
 
Weißt du wer ich bin
 
Welches ist die „richtige” Religion? -
Gibt es das überhaupt, die „richtige” Religion?
 
Diese Fragen haben wir uns im Religionskurs der Klasse 5/6 immer wieder gestellt, als wir über die drei Religionen Christentum, Judentum und Islam gesprochen haben.

Wir, das sind 10 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5/6 und ich, Frau Walter, als Religionslehrerin.
 
Ringparabel
Die Ringparabel
 
Am Anfand des Projekts habe ich eine Geschichte erzählt von einem Vater, der einen Zauberring hatte. Seine drei Söhne hatte er alle gleich gern. Weil er sich nicht entscheiden konnte, wer den Ring erben sollte, hat er ihn zweimal nachmachen lassen. Dann hat jeder Sohn einen Ring geerbt und keiner wusste, welcher Ring der echte Ring war.

Das ist eine Geschichte, die zeigt, wie es uns mit den Religionen geht. Jeder glaubt, dass er die „richtige” Religion hat, den „richtigen” Glauben. In unserer Religionsklasse sind vier muslimische Kinder, zwei katholische, drei evangelische und ein ungetauftes Kind. Jedes glaubt, dass es den richtigen Glauben hat.

Damit wir die Religionen besser kennen lernen können, sind wir mit der ganzen Gruppe in verschiedenen Gotteshäusern gewesen. Einige Kinder haben sich zuerst nicht getraut, sind dann aber doch mitgegangen und fanden es sehr interessant. Sie hatten noch nie eine Kirche oder eine Moschee und erst recht noch nie eine Synagoge von innen gesehen.
 
Station 1 - katholische Kirche
 
katholische Kirche
Herr Loske, der katholische Schulseelsorger, hat uns die katholische Kirche gezeigt. Er hat für uns auch den Weihrauch angezündet. Das kannten die meisten Kinder noch nicht.
 
Station 2 - evangelische Kirche
 
evangelische Kirche
Die Pfarrerin, Frau Schlösser, hat mit uns ein Spiel gemacht, bei dem wir verschiedene Sachen in der Kirche finden mussten. Die hat sie uns dann erklärt.
 
Station 3 - Moschee
 
Moschee
Wir sind auch nach Euskirchen in die Moschee gefahren. Die sah aus wie ein normales Wohnhaus und war gar nicht groß. Der Imam dort, Herr Gümüs, hat uns einen Film gezeigt und uns alles erklärt. Zum Schluss gab es noch Lahmacun - frisch gebacken und sooooo lecker!
 
Station 4 - Synagoge
 
Synagoge
An einem anderen Tag sind wir dann nach Bonn in die Synagoge gefahren. Dort treffen sich die Juden. Frau Traub hat uns die Synagoge gezeigt und mit uns über die Juden gesprochen. Wir haben ein hebräisches Buch angeschaut. Die Synagoge wird von der Polizei bewacht und hat eine Alarmanlage.
 
Brücken bauen
 
Brücken bauen
Wir haben danach über den Glauben der drei Religionen gesprochen. Dabei haben wir gesehen, dass es viele Sachen gibt, die bei Christen, Muslimen und Juden gleich sind. Wir glauben alle, dass es einen einzigen Gott gibt, der die Erde und alles was darauf ist geschaffen hat. Es gibt aber auch wichtige Unterschiede zwischen den Religionen.

Wir wollen Respekt haben vor den Menschen, die eine andere Religion haben. Und wir wollen Brücken bauen, damit alle Menschen in Frieden miteinander leben können.
 
Eins unserer Lieblingslieder
 
Lied Brücken bauen
 
  ++++ Einladung nach Berlin ++++ Einladung nach Berlin ++++
 
Berlin
Die ganzen Ausflüge hat das Projektbüro „Weißt du, wer ich bin?” für uns bezahlt. Das ist ein Projekt von Christen, Muslimen und Juden in Deutschland zur Unterstützung des gegenseitigen Kennenlernens. Weil diesem Projektbüro unsere Aktionen so gut gefallen haben, sind wir sogar nach Berlin eingeladen worden. Dort wurden Projekte verschiedener Schulen in Deutschland vorgestellt. Der Bundespräsident Christian Wulff war auch da, um mit den Schülerinnen und Schülern zu sprechen. Weil es zu weit ist, um für nur einen Tag nach Berlin zu fahren, haben wir nicht teilgenommen. Aber unsere Bilder sind gezeigt worden.

Auf dem Bild ist Herr Wulff mit einigen Schülern auf der Veranstaltung zu sehen. (Wa)
 
 
 
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